DM Marathon in Duisburg

Geschrieben von TorstenL am 18.06.2015, 16:29 Uhr

Ronald gewinnt Bronze in seiner AK und freut sich über seinen ersten Podestplatz bei einer Deutschen Meisterschaft. Pech für Antje, da sie, mangels Teilnehmer in ihrer eigentlichen AK, gemeinsam mit der AK40 gewertet wurde.

Bericht von Ronald:  Freud und Leid in Duisburg  

Die Deutsche Marathon-Meisterschaft 2015 im Speedskating wurde kurzfristig von Gera nach Duisburg verlegt. Dort fand sie im Rahmen des Rhein-Ruhr-Marathons statt, was im Vorfeld zu einiger Aufregung bei Streckenkennern führte, da der reguläre Zieleinlauf dieser Veranstaltung sehr kurvig ist und im Duisburger Fußball-Stadion endet.  Für die DM gab es deshalb ein ZUSÄTZLICHES Ziel mit Zeitmessung bereits vor dem Stadion. Hier wurden die Deutschen Meister und die Altersklassen entschieden. Wer anschließend weiterrollte, konnte dann im Stadion 500m später auch noch das reguläre Ziel mit Marathon-Zeitnahme erreichen. Nur nebenbei erwähnt sei, dass Mikatiming mit der Ausgabe zweier Ergebnislisten überfordert schien, so dass 3h nach dem Rennende noch keine Siegerlisten für die DM vorlagen und somit zunächst auch keine offizielle Siegerehrung stattfinden konnte. Irgendwann am Nachmittag gab es offenbar auch noch Medaillen und Urkunden, zu diesem Zeitpunkt jagte der Autor aber bereits wieder über die A2 gen Heimat.  

Zum Rennen sei nur so viel gesagt: Da der DRIV im Vorfeld die Regelung für die DM dahingehend geändert hat, dass der/die Erste im Ziel auch Deutsche/r Meister/in ist, war der gemeinsame Start in einem Block für Männer bzw. Frauen zwangsläufig. Nicht jeder mochte das, aber letztlich gibt es bei allen Modi Ungerechtigkeiten, So glich das Rennen einem Ausscheidungsrennen á là MSC. Horant und Ronald fanden sich im Herrenrennen nach ca. 10km in der ersten größeren Verfolgergruppe des davonrasenden Spitzenfeldes wieder. Der Garmin zeigte zu diesem Zeitpunkt knapp 37km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, was angesichts der frühen Stunde, der kurvigen Strecke und des schlechten Asphalts auf Dauer einfach zu schnell für die beiden war.  Im weiteren Rennverlauf passierte in ihrer Gruppe nicht mehr viel. Die Strecke war bis auf den teilweise grottigen Belag besser als befürchtet. Die Ordner waren aufmerksam, so dass auch Skater ohne Streckenkenntnis niemals Probleme hatten, den richtigen Weg zu finden. Am Ende ging’s im Zielsprint der Gruppe dann um Platz 3 in der AK M50. Guido aus Bonn sowie Ronald und Horant waren die Bewerber, letztlich konnte Ronald seine Sprintstärke ausspielen und kam als AK-Dritter zu seiner ersten DM-Medaille, Horant belegte Platz 5.  Deutsche Marathon-Meister wurde Katja Ulbrich und Markus Pape, Glückwunsch allen Siegern und Platzierten!  Neben der Freude bei den Herren gab es aber auch einen Wermutstropfen. Auch

hierbei spielte das Reglement eine Rolle. Danach werden nur noch Altersklassen gewertet, in denen mindestens 5 Starter/innen gemeldet sind. Leidtragende dieser Regelung war Antje, in deren AK W45 nur 3 Damen antraten, so dass diese der AK W40 zugeordnet wurde. Konkurrentin war hier u.a. Claudia Pechstein, weshalb Antje ohne Chance auf eine Medaille am Ende sehr enttäuschte 6. war - ihre richtige AK hätte sie gewonnen.

Ergebnisse BTSC

AK 40 - Siegerzeiten
F: 1:18:19 - Claudia Pechstein (Berlin)

  Frauen   Gesamt 9  
  6.   Antje Dometzky   1:29:30
     
     

AK 50 - Siegerzeiten
M: 1:10:21 - Kurt Kroneberger (Blau-Gelb Groß-Gerau)

  Männer   Gesamt 14  
  3.   Ronald Krzywinski   1:17:52
  5.   Horant Dometzky   1:17:58

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